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Vom Drahtesel zum e-bike

geschrieben von Johann Katstaller

E-Bike UmbauteileDas Nachrüsten auf ein e-bike ist technisch kein Problem. Ist es auch wirtschaftlich?

Alles, was ein e-bike “braucht”



Ich habe mir kurzerhand einen Aufrüst-Satz im Internet bestellt. Mit Hilfe der Firma “emoc”  aus Leonding wurde mein ”Drahtesel” zum  e-bike. Der Einbau ist im Nachhinein gesehen nicht schwierig, bei einigen Details war ich aber froh, dass das der Fachmann erledigt, der Einbau war nebenbei bemerkt preislich recht günstig.

Nabenmotor

Leistungsfähiger Naben-Motor für das Vorderrad.

Im Vorderrad deshalb, weil damit umfangreiche Umbauten an den Gängen unterbleiben konnten. Es stellte sich heraus, dass damit auch eine optimale  Gewichtsverteilung des Fahrrades erreicht wurde, da ja der Akku – der das schwerste Teil ist – hinter dem Sattel angebracht ist.

 

SchalterSchalter für die Einstellung der Unterstützungsstufe. Es gibt vier Stufen für die Intensität. Bei diesen Stufen wendet man zum Treten noch eigene Kraft auf, wird aber entsprechend unterstützt.

Bei der Superstufe “+” bewegt man nur die Pedale, damit der Motor arbeitet. Eigene Kraft ist nicht notwendig. Aber aufgepasst – diese Stufe frisst gehörig Strom. Deshalb meine Empfehlung: wirklich nur bei starken Steigungen verwenden. Auch die ersten 4 Stufen reichen aus, um das Gefühl sehr starken Rückenwindes aufkommen zu lassen.

Darüberhinaus wird auch noch der Stromvorrat angzeigt, wenn nur mehr ein Segment leuchtet, dann geht’s an die Steckdose.

AkkuBeim “Kraftspender” handelt es sich um einen modernen LiMn Akku, der bei halbwegs ökonomischer Fahrweise für Fahrleistungen zwischen 60 – 80 km ausreicht. Das wurde von mir ausführlich im Betrieb getestet. Bei diesem Akku ist es auch nicht nötig, ihn vor dem Laden völlig zu entleeren. Theoretisch könnte man ihn nach jeder Fahrt neu laden, um jede Fahrt mit vollem Akku zu beginnen. Aber dazu hat man ja auch die Anzeige, ich habe mir angewöhnt, ihn wieder zu laden, wenn nur mehr ein Lämpchen an der Ladeanzeige leuchtet.

Zum Aufladen kann man den Akku leicht abziehen und zur Steckdose mitnehmen, falls am Abstellplatz keine zur Verfügung ist. Das Aufladen eines total entleerten Akkus dauert ca 6 Stunden.

 

Fazit:  Wer auf sein gewohntes Rad nicht verzichten will, trotzdem aber für seine Fahrten im Nahbereich elektrische Unterstützung haben möchte, ist die Aufrüstung eine echte Alternative.  Die Kosten belaufen sich nicht einmal auf die Hälfte eines neuen Elektro-Rades. Die Leistungen des gewählten Sets  sind sehr ansprechend. Wer ökonomisch fährt – d.h. nicht immer automatisch die höchste Unterstützungsstufe wählt – kommt auf satte 80 km Fahrleistung.  Das ist für den Nahbereich eine ganze Menge.